17. September 2019

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Einige ‚vergleichende’ (2-deutige?!)
Bemerkungen zu 2 parallel geführten
Leistungskursen in Wirtschaft und Recht!!

Wenn man schon das ‚Glück’ hat, 2 Leistungskurse parallel führen zu dürfen, die auch noch in 2 Millenia – sowohl ins falsche Vorzeitige als auch ins Richtige (aus mathematischer Sicht betrachtet) – hineinfeiern konnten (was wohl am meisten Spaß gebracht hat!?), ‚muss’ man wohl die Gelegenheit nutzen, ein paar Beobachtungen über unterschiedliches Schülerverhalten weiter zu geben, die trotz höchster Konzentration beim ‚engagierten’ Unterricht durch den Kursleiter gelangen.

Zugegeben – dieser Bericht ist wohl mehr für die Teilnehmer der LKs Wirtschaft/Recht und die mit ihnen eng Verbundenen, also in gutem Neudeutsch für die ‚Insider’, geschrieben. Trotzdem werden für den, der das schulische Leben aufmerksam verfolgt hat, durchaus Rückschlüsse auf die eine oder andere ‚bedeutsame’ Persönlichkeit der K13 möglich sein.

Interessant wäre es natürlich, ein ‚Feedback’ zu bekommen, ob 1. meine Beobachtungen der Wahrheit entsprachen und 2. ob die Teilnehmer sich noch an diese Gegebenheiten erinnern und sich selbst zuordnen können.

Da war z.B. im 1. Semester, als wir darüber sprachen, wie man reich wird (nicht an der Börse! – wie der Kursleiter schon damals warnte, sondern nach Franz Josef Abs „Geben Sie immer etwas weniger aus als Sie einnehmen“) immer von einem ‚Porsche’ die Rede, den man sich natürlich erst leisten sollte, wenn man reich ist. Zu meiner Verblüffung kam einer der Schüler mit einem solchen Luxusgefährt an (angeblich!). Leider nicht sehr lange. Seitdem ist mein Arbeitszimmer um ein wertvolles Erinnerungsstück – 1 Glasscherbe des linken Scheinwerfers – reicher!

Dass der sich so etwas überhaupt leisten konnte, lag natürlich daran, dass er schon zu dieser Zeit den Lehrer Lügen strafte und sein Geld bei der ‚Schmitt-Bank’ anlegte, bei der man exorbitant hohe Zinsen bei absoluter Sicherheit der Rückzahlung erhielt.

‚Clevere’ KollegiatInnen waren logischerweise eine ganze Menge dabei, was bei einem Wirtschaftskurs so wie so selbstverständlich ist. Manche waren sogar so ‚clever’, dass sie sich beim Kuchen backen zurückhielten, obwohl sich bei Diskussionen herausstellte, dass dies wohl ‚egoistisch’ bzw. aus rechtlicher Sicht eher ‚Unrecht’ ist.

Manche ‚durften’ auch nicht nur zum Geburtstag einen Kuchen mitbringen; insbesondere 2 KollegiatInnen hätten eigentlich mindestens 10 Stück bereitstellen müssen!!!!!!!!!!

So kurz vor dem Abitur darf ich – hoffentlich glaubhaft – versichern, dass ich es jetzt endlich geschafft habe zu unterscheiden, wer im 2. LK Chemie bzw. Physik belegt hat (oder doch Mathe?)

In meinem Bemühen, beide Kurse gleich!! und gerecht!! zu behandeln, versuchte ich natürlich nicht nur die lustigen (meiner ‚subjektiven’ Bewertung nach!) Beispiele und Gags beiden Kursen zukommen zu lassen, sondern auch die Fragen entsprechend zu stellen. Was zur Folge hatte, dass ich in dem einen Kurs mir Kritik einheimste wegen der ‚dummen’ Fragen, im Anderen aber doch öfter lebhafte Diskussionen zustande kamen. Ob das wohl an dem unterschiedlichen intellektuellem Niveau, an der Lethargie der einen (der will uns tatsächlich aus unserer fränkischen (Bier)Ruhe aufwecken) oder der Lebhaftigkeit der anderen Gruppe lag? Oder wollten die Einen vielleicht nur ‚was’ lernen und die Anderen ‚Zeit schinden’?

Das Letztere kann aber eigentlich nicht sein, weil einer in dieser Hinsicht aktivsten Kollegiaten mich doch Mitte März darauf hinwies, ob wir nicht etwas weniger Zeit vertrödeln und schneller im Lernstoff vorangehen könnten, damit wir’s bis zum Abitur noch schaffen!!!!

Wenn alle diese Zeilen in der Abi-Zeitung lesen können, haben hoffentlich alle Alles geschafft – nicht nur das Abitur in Wirtschafts- und Rechtslehre. Für mich waren die 2 parallel geführten LKs WR wieder eine sehr positive Erfahrung in meinem Lehrerleben und ich hoffe, dass auch alle 32 KollegiatInnen nicht nur was für die Schule, sondern auch fürs Leben gelernt haben.

Sebastian Kufner