17. September 2019

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Traumschiff? (Ein Bericht des Erdkunde-LK)

Zur Zeit des zweiten Zenitstandes der Sonne am Äquator des Jahres 1999 bestiegen 21 mutige, risikobereite Abenteurer ein Forschungsschiff der E-Klasse am Kap Spardorf. Unter der kompetenten Leitung des erfahrenen Seebären H.-J. Mollwo stachen sie in das Urmeer Tethys um den Rotationsellipsoiden Erde zu erforschen. Ihr erstes Etappenziel Europa verlief aufgrund des hohen Verstädterungsgrades bis auf die anfängliche Seekrankheit ohne weitere Schwierigkeiten. Wegen der günstigen Westwinde in der planetarischen Frontalzone führte die Reise zügig über das Agrardreieck in die südlichen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Wie die Besatzung herausfand, war die Schiffsköchin Sabine S. eine für die tschetschenische Freiheitsbewegung tätige Spionin, die nach einem gescheiterten Meutereiversuch fristlos vom Schiff verwiesen wurde. Die periodische Vereisung der sibirischen Gewässer zwang die Crew ihr Schiff auf die Transsib zu verladen, um zu ihren nächsten Zwischenstopp, dem Land der aufgehenden Sonne, zu kommen. Auf ihrem darauffolgenden langen meridionalen Marsch wurden zwei treue Weggefährtinnen, Frauke L. und Maren G., von einer Herde Yetis in die perennierenden Gletscher der nivalen Höhenstufe des Himalayas verschleppt. Nach einem kurzen Abstecher in die Sonderhandelszone Hong-Kong, überquerten sie den circumpazifischen Feuerring, der Aufgrund konservativer Plattengrenzen entstand. Sie ankerten in der beschaulichen Hafenstadt Sausalito, in der ein Crewmitglied von mehreren Hurricanes erfasst wurde und einige Tage außer Gefecht gesetzt war. Auf der Leeseite der Rocky Mountains ruhten sie einige Zeit ihre geschwächten Körper im warmen Wind des Chinook aus. Ihre weitere Route folgte der Panamericana durch zahllose LSD-Länder, deren Bevölkerungspyramiden die Form von Pyramiden hatten. Kurz vor Erreichen unseres Expeditionszieles der Antarktis, verfiel Obermaat Noéll K. dem verlockenden Angebot kolumbianischer Kokaindealer eine Zweigstelle im Kongobecken zu gründen und verließ den Rest seiner Mannschaft. Der harte Kern aber erreichte letztendlich nach zwei Jahren den Südpol. In den darauffolgenden Polarnächten errichteten sie dort ein Basislager mit kolchoseähnlichen Lebensformen und erreichten schnell Autarkie.

Hier endet nun das Logbuch und die Besatzung bedankt sich geschlossen bei unserem Admiral Mollwo für die lehrreichen, aber dennoch amüsanten vergangenen zwei Jahre.

Eva, Oliver, Roland